duoscope - the clarinet cello project

Ein Duo aus zwei Melodie-Instrumenten

Diese musikalische Form stellt sowohl an den Komponisten als auch an die Interpreten größte Herausforderungen, konzentriert sich hier doch alles auf Melodie und Rhythmus ohne einen weichen harmonischen Unterbau. Eine Reihe berühmter Komponisten, von Mozart und Beethoven über Ravel, Kodaly und Villa-Lobos bis hin zu zahlreichen zeitgenössischen Komponisten haben sich in genialer Weise und mit viel Raffinesse diesen Schwierigkeiten gestellt. So sind großartige Meisterwerke entstanden, die dennoch selten auf den Konzertbühnen zu hören sind. Dies zu ändern hat sich duoscope zur Aufgabe gemacht.

Foto © Thorsten Blumberg
Foto © Thorsten Blumberg

duoscope führt auf kleinstem Raum die klanglichen Facetten von Blas- und Streichinstrument zusammen. Klarinette und Cello, zwei ungemein vielseitige und wandelbare Instrumente: das Cello, lyrisch, kraftvoll und sinnlich, gleichermaßen Melodie- wie Begleitinstrument mit warmem, expressivem Klang und die Klarinette, der menschlichen Stimme nah, fein, beweglich und ausdrucksstark - mit ihrem riesigem Tonumfang in jedem Genre von der Klassik bis zum Jazz und Tango zuhause.

Zusammen eröffnen die beiden Instrumente ein unermessliches Spektrum von Klangfarben und Artikulationen. duoscope bedient sich dieses Farbenreichtums in den schillerndsten Tönen und entzündet auf der Bühne ein leuchtendes Feuerwerk von Virtuosität und Emotionen. Regelmäßig erweitert sich duoscope zu den verschiedensten Formationen und gestaltet innovative Konzertprogramme mit Pianisten, Sprechern, Gitarristen oder Sängern.


Andy Miles

Andy Miles studierte klassische Klarinette in Bremen und Hannover, zuletzt bei Prof. H. Pallushek. Als einer der jüngsten Klarinettisten in Deutschland wurde er 1991 Soloklarinettist der Hamburger Philharmoniker. Später wechselte er nach Köln auf die Soloposition im WDR Funkhausorchester Köln.

 

Andy Miles widmet sich intensiv der Kammermusik und solistischen Tätigkeit. Er ist ein gefragter Klarinettenpädagoge und konzertiert in der ganzen Welt. Sein Repertoire spiegelt seine umfassende und weitreichende Musikalität. Mit seinen Ideen, den Auftragskompositionen und Bearbeitungen sowie den Stücken, die für Andy Miles komponiert wurden, erweitert er die klanglichen Möglichkeiten der Klarinette im klassischen Bereich ebenso wie im Tango und dem symphonischen Jazz.



 

Mit der israelischen Star-Sopranistin Chen Reiss und dem WDR Rundfunkorchester unter Pietro Rizzo nahm Andy Miles die CD „Romanze“ auf. Zu hören sind Lieder und Arien für Klarinette und Sopran von Franz Schubert, Louis Spohr, Wolfgang Amadeus Mozart und Franz Lachner - die meisten bisher nur bekannt mit Klavierbegleitung - gefühlvoll orchestriert von Jürgen Hinz.

 

Mit den Duisburger Philharmonikern unter Jonathan Darlington veröffentlichte er die CD „Jazz at the Philharmonic“. Darauf sind Titel wie das „Clarinet Concerto“ von Artie Shaw, „Solfegietto/Metamorphosis von Carl Philip Emanuel Bach, arrangiert von Jorge Calandrelli“, eine Jazzadaption der „Vier Jahreszeiten“ von Antonio Vivaldi und der Jazzstandard „Autumn Leaves“.

Mit seinem „Trio d’Anches de Cologne“ veröffentlichte er bisher die CDs „Petite Pâtisserie“ und „Enchanté“. Mit dem Auryn Quartett entstand die CD „Crossing Borders“, ein Projekt, das die Grenzen zwischen Improvisation und Komposition, Klassik und Jazz auflöst.

 

Als Solist spielt er mit zahlreichen Orchestern wie dem Landestheater Schleswig-Holstein, den Duisburger Philharmonikern, dem Kammerorchester St. Petersburg, der Slowakischen Sinfonietta, dem Izmir State Symphony Orchestra, dem Peking Symphony Orchestra, der Nordwestdeutschen Philharmonie und vielen anderen. Seine Konzerte führen ihn neben Europa nach Japan, Südafrika und China. Ebenso konzertiert er mit renommierten Jazzmusikern wie Frank Chastenier, John Goldsby, Hubert Nuss, Ingmar Heller, Ekkehard Wölk, Rolf Kühn, Eddie Daniels, Paquito d’Rivera, Jocelyn B. Smith u.a.

Laura Wiek

Laura Wiek erhielt ihre Cello-Ausbildung zunächst bei Prof. Niklas Schmidt (Trio Fontenay) in Hamburg und Prof. Troels Svane in Lübeck und anschließend in der Solistenklasse des berühmten Cellisten Lynn Harrell sowie in der Kammermusikklasse von Prof. Walter Levin (Lasalle Quartett). Im Rahmen internationaler Meisterklassen sammelte sie weitere Anregungen durch die Professoren David Geringas, Frans Helmerson, Arto Noras und - insbesondere was das zeitgenössische Repertoire angeht - durch Siegfried Palm. Bei Kammermusikkursen konnte sie mit Mitgliedern des Alban Berg Quartetts, des Trio Fontenay und mit Menahem Pressler (Beaux Art Trio) arbeiten.

Seit jeher spielt die Kammermusik für Laura Wiek eine leidenschaftliche Rolle. Neben regelmäßigen Auftritten als Duo mit ihrem Bruder, dem Pianisten Florian Wiek, konzertierte sie in den letzen Jahren in Kammerkonzerten mit Mitgliedern des NDR-Sinfonieorchesters Hamburg, des Gürzenich-Orchesters Köln sowie mit Mitgliedern der Villla Musica Mainz wie Thomas Brandis, Nina Tichmann oder Christian Altenburger. Neben zahlreichen Rundfunk- und Fernsehaufnahmen u.a. bei NDR, ZDF und WDR führten sie Konzertreisen als Solistin und Kammermusikerin ins europäische Ausland, sowie nach Südamerika und Japan. Seit April 2009 ist Laura Wiek Mitglied des WDR Funkhausorchesters Köln.

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